Wer wir sind

Wer ist die I.W.W.?

Die I.W.W. wurde am 27. Juni 1905 in Chicago von Vertretern kleinerer Einzelgewerkschaften und militanten Arbeitern und Arbeiterinnen gegründet. Sie vereinte verschiedene Strömungen innerhalb der Arbeiterbewegung und konstituierte sich von Anfang an als „Industriegewerkschaft“, also als Gewerkschaft für die ganze Arbeiterklasse. Zu dieser Zeit organisierten sich die meisten Gewerkschaften noch als Fachgewerkschaften. Die Gründungsmitglieder der I.W.W hingegen erkannten die Notwendigkeit einer Gewerkschaft für die gesamte lohnabhängige Klasse. Auf dieser Grundlage wurde unsere Präambel verfasst, die mit einigen Veränderung bis heute Gültigkeit besitzt. Sie stellt die unauflösbaren Klassengegensätze im Kapitalismus fest und strebt daher nach einer Überwindung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Diese Überwindung soll mittels eines internationalen Generalstreiks stattfinden. Folgerichtig organisiert sich die I.W.W. über Ländergrenzen hinweg und lehnt jeglichen Nationalismus und Rassismus als Spaltung unserer Klasse ab. Sie war also mit ihrer Gründung Anfang des 20. Jahrhunderts eine der ersten Gewerkschaften in den Vereinigten Staaten von Amerika und in der Welt überhaupt, in der es keine Aufteilung und Ausgrenzung nach Nationalität, Religion oder Ethnie gab. Überliefert sind einige Prozessakten, in denen Mitglieder der I.W.W. selbst noch vor Gericht als Nationalität angaben, Weltbürger oder Industriearbeiter zu sein.

Die Gewerkschaft brachte es schnell zu einigen großen Achtungserfolgen und war bald für die Kreativität und Radikalität ihrer Mitglieder weit über die Staatsgrenzen der USA hinaus bekannt. Zeitweilig erreichte sie eine Mitgliederzahl von über 100.000 Gewerkschaftsangehörigen. Ein auf die I.W.W. zurückzuführendes Symbol „die schwarze Katze“ wird heute von vielen linken Gruppen und Basisgewerkschaften genutzt. So zog auch etwas von den Vorstellungen der I.W.W. in viele dieser Organisationen ein. Zudem konnte in zahlreichen Ländern, unter anderem auch im deutschsprachigem Raum, Ortsgruppen aufgebaut werden. Diese wurden jedoch mit der Machtergreifung durch die Nazis zerschlagen und auch in den USA ging es, spätestens mit der dort stattfinden Kommunisten-Verfolgung, an die Substanz der Gewerkschaft. Nach einem erneuten Erstarken der I.W.W. nach der Jahrtausendwende in Nordamerika und Großbritannien, gibt es die Gewerkschaft seit 2006 auch wieder im deutschsprachigen Raum und anderen Teilen der Welt.

 

Die I.W.W. in Rostock

Wir haben die I.W.W. Rostock im Dezember 2011 ins Leben gerufen und können seither auf ein stetiges Anwachsen unserer Gruppe zurückblicken. Wir haben uns als GMB (General Membership Branch) gegründet, also als „allgemeine Ortsgruppe“ und sind daher für alle Lohnabhängigen offen. Seither treffen wir uns im Zwei-Wochen-Rhythmus gemeinsam mit SympathisantInnen der Gewerkschaft.

Im Vordergrund stehen für unsere GMB folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Die gegenseitige Unterstützung bei Problemen auf der Arbeit und beim täglichen Ämterstress, getreu dem Gewerkschaftsmotto: Ein Angriff auf einen, ist ein Angriff auf Alle!
  • Die Unterstützung von sozialen Kämpfen in der Region.
  • Die Verteidigung gegen Angriffe auf die Rechte der lohnabhängigen Klasse. Organisierung und Interessenvertretung von klassisch gewerkschaftlich unorganisierten Teilgruppen der lohnabhängigen Klasse (Arbeitslose, MigrantInnen, SchülerInnen, Studierende, Lernende etc.).
  • Politische Bildungsarbeit mit Schwerpunkt Kapitalismuskritik.
  • Unterstützung beim Aufbau von I.W.W. Betriebsgruppen und GMBs in der Region.
  • Verbreitung der Vorstellungen und Überzeugungen der I.W.W..

Mitglied können alle Angehörigen der lohnabhängigen Klasse werden, sofern sie sich nicht wider der Präambel und Gewerkschaftsinteressen verhalten. Das heißt:

  • Du besitzt keine privaten Produktionsmittel. (Es sei denn als Scheinselbstständiger)
  • Du bist in deinem Betrieb nicht in der Position jemanden ein oder auszustellen.
  • Du bist bereit dich mit den Zielen und Vorstellungen der I.W.W. auseinander zusetzen.
  • Du bist nicht rassistisch, antisemitisch, nationalistisch, sexistisch und/oder ein homophobes Arschloch.
  • Du arbeitest nicht in einem staatlichen bzw. privaten Rüstungsbetrieb und bist auch sonst kein ziviler Mitarbeiter einer Armee.
  • Du arbeitest nicht für die staatlichen Repressionsorgane z.b. Armee, Polizei, Verfassungsschutz, Staatsanwaltschaft, Gerichte, andere Geheimdienste.

Alles das machst du oder hast du nicht? Du findest uns gut und möchtest schon lange Teil einer internationalen linken Gewerkschaft werden?

Dann bist du herzlich willkommen! Nimm einfach Kontakt zu uns auf und frage nach dem nächsten Treffen.