Gesunde Ernährung – Zusatzstoffe

7884581148e30ccb73a24dfa45b62e09_XL1998 wurde der Aktionstag der gesunden Ernährung eingeführt, seit 2007 findet er jedes Jahr am 07. März statt. Der Tag soll uns darauf aufmerksam machen wie wichtig die richtige Ernährung für das körperliche, aber auch für das seelische Wohlbefinden ist. Und das ein Mangel an gesunder Ernährung unterschiedliche Folgen haben kann. An diesem Tag werden auf Bundes- und Länderebene unterschiedliche Aktionen rund um das Thema Ernährung gestartet, z.B. richtig Essen, richtig Kochen, gesunde Rezepte und auch die Wirkung einiger Lebensmittel auf bestimmte Organe. Soweit die Theorie.

In der Praxis hat sich Deutschland auf EU-Ebene um die Abstimmung zu Genmais enthalten (ein klares „nein“ wäre eine Absage an den transgenen Mais 1507 gewesen, nun werden wir uns zukünftig mit genveränderten Mais in unseren Lebensmitteln auseinander setzen müssen). Diese politische Entscheidung, die die Ernährung und Gesundheit von Millionen betrifft, der Agrarindustrie aber in die Hände spielt, hat den „Tag der gesunden Ernährung“ endgültig ad absurdum geführt.

Jeder weiß, dass Äpfel, Beeren, Sternfrüchte, Kopfsalat, Spinat, mageres Fleisch und Fisch (soweit nicht aus der Massentierhaltung), etc, gesünder ist als Fast-Food. Viel interessanter sind die Dinge, die wir mit einige Lebensmitteln, Saucen, Puddings, etc zu uns nehmen, und die auch auf der Verpackung stehen, von denen wir aber trotzdem nicht wissen, was es ist und vor allem, welche (Aus)Wirkungen sie auf den Körper haben können.

Eine gesunde Ernährung fängt nicht jedes Jahr aufs Neue am 07. März an sondern beginnt bei der Kaufentscheidung. Und wenn man weiß, was in den Lebensmittel enthalten ist, oder eben nicht, oder ob etwas zugesetzt wurde, dann kann man sich bewusst dafür oder ganz bewusst gegen ein Produkt entscheiden. Am Ende sollten sich nur die Lebensmittel im Kühlschrank oder Vorratsschrank befinden, die dem Körper keinen Schaden zufügen. Und dann ist es weniger schlimm, wenn es Tage gibt, an denen man nicht die Zeit hat bewusst über seine Mahlzeiten nachzudenken und zu kochen und sich „nur schnell was zwischen die Zähne schiebt“. Es sind ja überwiegend nur gesunde Produkte vorhanden.

Die schädlichen „E`s“ 

Der Standard für Zusatzstoffe in Lebensmitteln ist in der EU gleich. Das „E“ bei den Zusatzstoffen steht für „Europa“. Es ist das Zeichen dafür, dass ein Zusatzstoff im Rahmen der Europäischen Union

–          Auf seine Unbedenklichkeit geprüft wurde

–          Auf technologische Notwendigkeit geprüft wurde

–          Geprüft wurde, ob der Verbraucher durch die Anwendung des Stoffes nicht getäuscht wird

–          EU-weit verbindlichen, detailliert festgelegten Reinheitsanforderungen entspricht

Auch hier gilt: Soweit die Theorie.

Der Küche der Lebensmittelchemiker sind bereits über 7.500 Zusatzstoffe entsprungen. Einige davon sind verboten, einige sind bedenklich und einige sind unbedenklich. Aber sie alle drängen auf den Markt. Und zwar enthalten in unseren Lebensmitteln.
Hier ist eine kurze Auflistung negativer E-Zusatzstoffe.

Tartrazin E 102

E 102 ist ein künstlicher Farbstoff und findet sich z.B. in Kuchen, Kekse, Pudding, Eis, Saucen, Suppen und Knabbergebäck wieder. In ihm steckt das höchste Potenzial für Allergien.
Einige Symptome: Hautreaktionen, Erstickungsgefühle, Asthmaanfälle, verschwommenes Sehen. Trotz des Wissens um diese allergischen Reaktionen wird Tartrazin auch zum Färben von Medikamenten benutzt.

Chinolingelb E 104

Der Zusatzstoff Chinolingelb findet sich besonders in Süßwarenprodukten für Kinder wieder! Es ist nachgewiesen, dass der Ausgangsstoff Chinolin tumorfördernd ist, und in den USA ist der Stoff in Lebensmitteln verboten!

Litholrubin E 180

Künstlich roter Farbstoff, der nur für Käserinden zugelassen ist – aber auch für Essbare. Allergiker (Haut und Atemwege)sollten besonders vorsichtig beim Verzehr von Lebensmittel mit E 180 sein.

Butylhydroxyanisol E 320

BHA (Kurzform) wird verwendet um Gebäck und Chips vor Geschmacksfehlern zu schützen, konserviert Kaugummis und Instantsuppen; BHA ist deklarationsfrei in Füllmassen für Feingebäck mit z.B. Marzipan, Nougat oder Nüssen enthalten.
Es wurde bei Tierversuchen mit Mäusen festgestellt, dass E320 zu Verhaltensveränderungen geführt hat. Bei anderen Nagetieren trat eine Schädigung des Vormagens auf. (Anm. IWW Rostock: 1. Tierversuche sind ekelhaft, abscheulich und widersprechen unserer persönlichen Einstellung zum Leben. 2. VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft und die Damen und Herren der Zulassungskommission scheinen sich weder über Tierversuche  Sorgen zu machen noch über E 320 in Nahrungsmitteln – der Mensch hat ja keinen Vormagen ! )

Nitrite E 249 und E250

Kaliumnitrit und Natriumnitrit sind hochgiftig und dürfen deshalb nur im Gemisch mit Kochsalz als Pökelsalze verwendet werden. Hierdurch bekommt Fleisch die rote Farbe, Würstchen und Salami das Aroma und es verlängert die Haltbarkeit.

Isoascorbinsäure E 315 und Natrium-Isoascorbat E 316

Isoascorbinsäure wird anstelle von Ascorbinsäure zum Umröten von Fleisch und als Farbstabilisator verwendet. E 315 kann, wenn er in hohen Dosen aufgenommen wird, die Ascorbinsäure im Körper verringern und die Aufnahme von Vitamin C erschweren.
E 316 wird nur in wärmebehandelter Sahne, gefrorenem oder getrocknetem Fisch mit roter Haut, konservierte Fischerzeugnisse, gepökelte oder anderweitig konservierte Fischerzeugnisse verwendet

Benzoesäure und Benzoate E 210, 212, 213

Benzoesäure (E 210), Natriumbenzoat (E 211), Kaliumbenzoat (E 212 und 213) macht Backwaren, Eiscreme, Süßigkeiten länger haltbar. Sie finden sich auch in Fleisch- und Wurstsalate, Mayonnaise und Limonade.
Einige Symptome: Benzoesäure ist ein bekanntes Allergen und kann Asthma, Nesselsucht und chronischen Schnupfen auslösen. In Verbindung mit Ascorbinsäure (E 300) bildet sich in Lebensmittel aus Benzoesäure das krebserregende Benzol.

Glutamate E 620 – 625

Weit verbreiteter Geschmacksverstärker in Fertigprodukten.
Glutaminsäure (E 620) und die anderen verschiedenen Glutamate (E 621 bis 625) werden von einigen nicht gut vertragen.
Einige Symptome: Kopfschmerzen, trockener Mund, Beklemmung in der Brust, Gliederschmerzen, Schwindel und Brechreiz können direkt nach dem Essen auftreten

Natamycin E 305

E 305 wird in Käse- und Käseumhüllung gegen Schimmelbildung, als Konservierungsmittel und Antibiotikum(!) eingesetzt. Hieraus entsteht die Gefahr, dass eine schleichende Resistenzbildung gegen Antibiotika entsteht. Zusätzlich haben Antibiotika nichts in Lebensmittel zu suchen!

Schwefeldioxid / Sulfite E 220 – 228

Diese Zusatzstoffe werden als Konservierungsmittel, Antioxidantien, Schönungsmittel und Gärstopper eingesetzt. In Weinen sind sie deklarationsfrei enthalten, in Weißwein mehr als in Rotwein.
Zusammen mit Phosphaten verhindern Sulfite das Braunwerden von z.B. Kartoffel-Fertigprodukten (Chips, Pommes-Frites.
Einige Symptome von Sulfit: Magen- u./o. Kopfschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl, Asthmaanfälle

Thiabendazol E 233

Es schützt die Schalen der Zitrusfrüchte und Bananen vor Schimmel. E 233 wird aber auch als Pestizid eingesetzt und kann so an Äpfel, Birnen usw. haften. Bei E 233 bestehen schwere Gesundheitsbedenken. Man sollte also nach dem Schälen und vor dem Verzehr einer Frucht sich die Hände waschen. Versuche haben gezeigt, dass 12% des Pestizids noch an den Händen klebte.

Butyl-Hydroxytolulol E 321

Ursprünglich war es ein Stabilisator für die Gummibasis von Kaugummi. Jetzt ist im Lebensmittelrecht auch der Einsatz in Frittierfetten, Bratfetten und Ölen erlaubt, damit sie länger verwendet werden können.
E 321 wird für die Herstellung von Kunststoffverpackungen verwendet, kann von diesen aus in Lebensmittel gelangen. Es lagert sich im Fettgewebe ab und kann Einfluss auf die Blutgerinnung, den Fettstoffwechsel und die Schilddrüsen nehmen.
Bei Hautkontakt mit E 321 wurden Reizungen beobachtet. Bei Erhitzung von E 321, von z.B. Frittierfetten oder Ölen, zersetzt sich der Zusatzstoff teilweise. Die Auswirkung(en) der dabei entstanden Substanzen ist noch nicht vollständig erforscht.

Gallate (E 310 – E 312)

Propylgallat (E 310), Oktylgallat (E 311) und Dodecylgallat (E 312) verhindern das Ranzigwerden von Fetten. Es schützt die Farbe und den Geschmack in Fertigsuppen, Würzen und Saucen.
Auch in Backwaren finden sich Gallate. Sie gelangen z.B. über Margarine oder mohnhaltige Füllungen in den Kuchen und andere Teigwaren.
Weiter findet man Gallate auch in Kinderprodukten: Kaugummi, Marzipan, Nougat, Pommes-Frites, Knabbererzeugnisse.
E 310 kann bei Säuglingen zu gefährlicher Blausucht führen. E 311 und E 312 sind zwar für Säuglingsnahrung nicht zugelassen, aber weniger bedenklich.
Absolut bedenklich ist allerdings, warum sich dieser Zusatzstoff überhaupt in Kinderprodukten wieder findet.

Als letzter, „bedenklicher“ Zusatzstoff soll hier Aspartam aufgeführt werden. Aspartam ist eine derart gefährliche Substanz, dass auf allen Lebensmitteln, die es enthalten, ein Totenkopf gedruckt sein sollte. Deswegen folgt eine längere Ausführung zu diesem Stoff.

Aspartam (E 951)

Auch bekannt als „NutraSweet“ oder „Canderel“. Die chemische Bezeichnung lautet: L-Aspartyl-I-Phenylalaninmethylester.
Es besteht aus Aminosäuren und zerfällt nach Einnahme in die Aminosäuren Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol. Und gerade vor dem Methanol wird gewarnt: Seine giftige Wirkung entsteht in der Leber durch Oxidation zu Formaldehyd, später dann zu Ameisensäure.
Für Menschen mit der Krankheit „Phenylketonurie“ ist Aspartam absolut schädlich. Deshalb müssen Lebensmittel, in denen Aspartam enthalten ist mit „enthält eine Phenylalaninquelle“ gekennzeichnet sein.
Aspartam besitzt die 200-fache Süßkraft von Zucker. Es ist bei Diabetikern und bei Körperbewussten aufgrund seines natürlichen Zuckergeschmacks im Vergleich zu Saccharin oder Cyclamat beliebt. Es hat 4 kcal/g. Aspartam ist in mehr als 90 Ländern in ca. 9.000 Produkten enthalten.

Die „Federal Drug and Food Administration“ (FDA), die amerikanische Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente, hat eine Auflistung heraus gegeben, welche Auswirkungen Aspartam auf den menschlichen Organismus haben kann:

Angstzustände, Arthrose/ Arthritis, Asthma, asthmatische Reaktionen, Blutzuckerprobleme (Hypoglykämie und Hyperglykämie), Gehirntumore, Atembeschwerden, Bindehautrötungen, chronischer Husten, chronisches Müdigkeitssyndrom, Depressionen, Durchfall, Gedächtnisverlust, Durchblutungsstörungen, Haarausfall, Kopfschmerzen, Migräne, Herz-Rhythmusstörungen, hoher Blutdruck, Impotenz, Konzentrationsschwierigkeiten, Infektionskrankheiten, Kehlkopfentzündungen, Schlafstörungen, Juckreiz/ Hautbeschwerden, Schwellungen, Muskelkrämpfe, Schwindel, Tinnitus, Zyklusveränderungen, Panikzustände, Phobien, Sprachstörungen, Persönlichkeitsveränderungen, Schluckbeschwerden, Gewichtszunahme.

Als Folge übermäßigem Aspartams kann es zu einer Neigung zu epileptischen Anfällen kommen, und ebenso können die Symptome einer Multiplen Sklerose auftreten.
Aspartam stand bis Mitte der 1970er Jahre auf der Liste der CIA als potenzielles Mittel für biochemische Kriegsführung.

Doch zurück zum Phenylalaningehalt. Ein erhöhter Phenylalaningehalt im Blut senkt den Serotoninspiegel im Gehirn. Dies kann zu emotionellen Störungen wie Stimmungsschwankungen und sogar Depressionen führen. Besonders gefährlich ist ein geringer Serotoninspiegel für Kleinkinder und Ungeborene.
Noch gefährlicher ist die Aspartamsäure, oder auch Asparaginsäure.
Der Grund: Die Blut-Hirnschranke (BHS) verhindert einen zu hohen Aspartam- oder Glutamatspiegel. Genauso wie sie andere zu hohe Konzentrationen von Giften im Hirn durch das Blut entgegen wirkt. Diese ist jedoch 1) im Kindesalter noch nicht richtig ausgebildet, 2) nicht alle Teile des Gehirns werden geschützt, 3) die BHS kann durch äußere Einflüsse oder Krankheiten beschädigt werden und somit nicht mehr voll funktionsfähig sein oder ganz außer Kraft treten und 4) durch extremen Genuss von Aspartam und Glutamat wird die BHS schlicht überflutet. Die Folge sind neurologische Störungen und Schädigungen.
Die Folgen treten schleichend auf. Betroffene kippen nicht tot krank um. Deshalb werden die ersten Anzeichen von Unwohlsein/ einer Störung nur äußerst selten auf den übermäßigen Genuss von Aspartam zurück geführt.

Aspartam findet sich in:
Cola, Brause, Säften, Joghurts, Bonbons, Fruchtgummis, Kaugummis, Kaugummis, die nur „für Kinder“ beworben werden!, in Snacks, Riegeln, Müsliriegeln und vielen anderen Produkten, in denen Zucker enthalten ist. Des Weiteren wird Aspartam zugesetzt, obwohl bereits Zucker enthalten ist.
Die Online-Präsenz von „Zentrum der Gesundheit“ schrieb dazu: „Überall, wo zwar süßer Geschmack, aber kein Zucker erwünscht ist, kann Aspartam zum Einsatz kommen. Wenn irgendwo „Light“, „Wellness“ oder „Zuckerfrei“ draufsteht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Aspartam enthalten ist.“
Die EU-Gesundheitsbehörde EFSA stufte Aspartam als unbedenklich ein. Diese Einstufung ist äußerst bedenklich.

Als letzter, und unbedenklicher Zusatzstoff, soll Xylit vorgestellt werden.

Xylit (E 967)

Xylit wird auch „Birkenzucker“ genannt, ist weiß wie Zucker, kristallin und schmeckt auch wie normaler Zucker. Xylit gehört in die Kategorie wie Sorbit (E 420), Mannit (E 421) oder Maltit (E 965). Es ist ein Zuckeraustauschstoff, und Zuckeraustauschstoffe sind keine Süßstoffe sondern zuckerähnliche Süßungsmittel mit der gleichen Süßkraft wie Zucker. Sie haben aber nur die Hälfte an Kalorien. (Süßstoffe sind je nach Art 300 – 300.000 mal süßer als Zucker, haben keine Kalorien, werden synthetisch hergestellt und können gesundheitsschädliche Folgen haben.)

Der Vorteil von Xylit:
Xylit wirkt hemmend auf die kariesbildenden Bakterien im Mund. Xylit kann von diesen schlicht nicht verarbeitet und verwertet werden. Xylit ist hervorragend für Menschen geeignet, die zu Karies neigen.
Es gibt also auch wirklich gute E`s.

Im nächsten Teil zur „Gesunden Ernährung“ wird näher auf das Thema Gentechnik und genverändertes Futter für Nutztiere eingegangen.

Quellen:

http://www.lebensmittellexikon.de/

„Symbiose der Macht“ von Michael von Dexheim / EMT Verlag

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-aspartam-suessstoff.html

http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/liebeskraft-natur-erotische-nahrung.html

http://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/gentechnik/widerstand-gegen-gen-mais-1507-waechst

http://www.keine-gentechnik.de/bibliothek/zulassungen/dossier-1507-mais.html

http://www.trinken-im-unterricht.de/richtig-trinken/fluessigkeitsbedarf-des-koerpers.html

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/aspartam-suessstoff-ist-laut-eu-behoerde-unbedenklich-a-938219.html

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