Love for Labor Lost – Verlorene Liebe für Mühe und Arbeit

honorlabor

Paul Krugman, NYT , 1.September 2013
( Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Tober )

Es ging nicht schon immer nur um die Hot Dogs. Ob Sie es glauben oder nicht, ursprünglich hatte der Labor Day tatsächlich etwas damit zu tun, der Arbeit Respekt zu zollen. Und das kam so: Angesichts von Lohnkürzungen infolge einer Finanzkrise streikten die Arbeiter der Firma Pullman im Jahre 1894 – und Grover Cleveland setzte 12.000 Soldaten ein, um die Gewerkschaft zu zerschlagen. Das gelang ihm, aber der Einsatz von Waffengewalt zum Schutz der Interessen von Besitzenden war so eklatant, dass sogar das Gilded Age schockiert war. In einem lahmen Beschwichtigungsversuch verabschiedete der Kongress
einstimmig ein Gesetz, das die Arbeiter des Landes symbolisch ehrte.
Heute kann man sich das alles nur schwer vorstellen. Natürlich nicht den Teil mit der Finanzkrise und den Lohnkürzungen – so etwas erleben wir heute überall. Und auch nicht, was die Tatsache angeht, dass der Staat den Interessen der Besitzenden dient – man betrachte doch nur, wem in unserer modernen Version der Silberpanik von 1893 geholfen wurde und wem nicht. Nein, das Unvorstellbare heute ist, dass der Kongress einstimmig auch nur zu einer kleinen Geste finden könnte, die die Würde von Arbeitern unterstützt. Denn tatsächlich können sich viele der heutigen Politiker nicht einmal zu einem vorgetäuschten Respekt für einfache, arbeitende Amerikaner durchringen…
Quelle 1: New York Times
Quelle 2: NDS [PDF – 62.3 KB]

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