Keine Ruhe für Hoyerswerda

Vor etwas mehr als einem Jahr gründete sich die Initiative „Pogrom 91“ anlässlich des 20. Jahrestages der rassistischen Pogrome in Hoyerswerda, um eine längt überfällige, ernstgemeinte Auseinandersetzung und eine daraus folgende Aufarbeitung der Geschehnisse einzufordern. Weitere Ziele waren: Ein Denkmal, welches dauerhaft und öffentlich an die Pogrome erinnert und die Entschädigung der Betroffenen. Die Reaktionen von Stadt, Medien und Einwohnen reichten von Ablehnung bis hin zum Boykott.

Bei der Gedenkdemonstration am 17. September 2011 versammelten sich schließlich 30 Neonazis vor dem Haus, aus dem die Gastarbeiter_innen und Asylsuchenden gewaltsam vertrieben wurden, störten die Abschlusskundgebung und die Schweigeminute mit Parolen wie: „Frei, Sozial, National“ und zeigten den Hitlergruß. Die Polizei ließ sie gewähren und schickanierte, statt einzugreifen, die Demonstrationsteilnehmer_innen.

Jetzt, ein Jahr später, ruft die Initiative „Pogrom 91“ – gemeinsam mit der bundesweiten Kampagne „Rassismus tötet“ – erneut zu einer antifaschistischen Demonstration am 22. September 2012 mit dem Motto „Keine Ruhe für Hoyerswerda“ auf.
Weitere Infos und den Aufruf findet ihr hier: http://pogrom91.tumblr.com/

Das Mobi-Video gibts jetzt auch hier:

 

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