Solidarität mit den streikenden Flüchtlingen!

Nach dem Selbstmord von Mohammad Rahsepat im Januar dieses Jahres entstand eine für deutsche Verhältnisse bemerkenswerte Wut und Selbstorganisation einiger Flüchtlinge. Einige Aktivist_innen traten in den Hungerstreik und kündigten in einer Pressekonferenz an: „Wenn ein deutscher Staat derlei menschenverachtende Lebenssituationen billigend in Kauf nimmt, werden wir es fortan bevorzugen, unseren Weg in den Tod in aller Öffentlichkeit zu gehen“.
Bisher wurden Flüchtlinge und ihre Unterstützer_innen in mindestens 9 Städten aktiv, in denen sie kleine Zeltdörfer als Zeichen des Protestes errichteten. Darüber hinaus soll jetzt ein Protestmarsch von Würzburg nach Berlin stattfinden. Während des Marches soll es Besuche bei verschiedenen Lagern an der Strecke geben, sowie verschiedene Aktionen an Orten von migrationspolitischer Bedeutung.

Liste der Forderungen:

  • Anerkennung als politische Flüchtlinge
  • Die drastische Verkürzung der Bearbeitungsdauer der Asylanträge
  • Die Einführung eines Anspruchs auf Anwält_innen und Dolmetscher_innen von Beginn des Asylverfahrens
  • Gewährung der freien Arztwahl
  • Die Möglichkeit der Familienzusammenführung
  • Arbeits- und Studienerlaubnisse für alle Asylbewerber_innen
  • Abschaffung der Gemeinschaftsunterkünfte
  • Abschaffung der Residenzpflicht
  • Abschaffung der Essenspakete
  • Einführung eines Anspruchs auf professionelle Deutschkurse

Einen sehr ausführlichen Artikel findet Ihr auf Indymedia.

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