Taylorismus 3.0

„Flexibilität“ war schon immer ein Einstellungskriterium für Arbeitnehmer_innen, meist wurde damit jedoch bloß die Bereitschaft zu Überstunden umschrieben. Auf die Spitze getriebene Flexibilität findet sich heute im Konzept des sogenannten „Crowdsourcing“. Arbeit nach diesem Prinzip findet nur noch auf Basis sehr kleiner Kernteams statt, alle andere Fähigkeiten werden nach Bedarf bloß zeitweise eingekauft. Für die „Freelancer“, sogenannte Soloselbstständige, die ihre Dienste anbieten, wirkt es auf den ersten Blick attraktiv, dort ihre Arbeitskraft zu verkaufen, aber die Entwicklung in den letzten Jahren war durch eine Abwärtsspirale bei deren Löhnen gekennzeichnet. Was als potentiell selbstbestimmte Alternative im Arbeitsleben gedacht war, entwickelte sich zu einem düsteren Abbild moderner Tagerlöhner_innen.

Welche Probleme für die Arbeitnehmer_innen beim „Crowdsourcing“ oder beim Arbeiten in der „Cloud“ auftauchen und wie Gewerkschaften solche Menschen organisieren könnten, könnt ihr in einem Artikel der „Direkten Aktion“ nachlesen.

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