Occupy im Spiegel

Zur Zeit finden in Frankfurt (a.M.) die sogenannten „Blockupy“-Aktionstage statt. Bei denen gegen das Krisenmanagment der Troika (EU,EZB,IWF), das sich derzeit mit Fiskalpakt (Spardiktat) und anderen Demütigungen gegen die europäische Bevölkerung richtet, protestiert wird. Schon im Vorfeld wurden Angstszenarien von Chaos und Randale geschürt und die meisten Aktionen verboten. Die Demonstrant_innen sahen sich mit einer Repressionswelle konfrontiert, die man so eher aus osteuropäischen Postdiktaturen wie der Ukraine und Russland kennt. Von den Platzverweisen, Schikanen, stundenlangen Autobahnkontrollen, Wasserwerfern oder der massiven Polizeipräsenz ließen sich die Frankfurter_innen und Aktivist_innen jedoch nicht abschrecken und gingen trotzdem auf die Straße. Trotz des friedlichen Verlaufs der bisherigen Proteste wurden mehrere hundert von ihnen, teils gewaltsam, zeitweise in Gewahrsam genommen. Die Verantwortlichen von Polizei und Staat machten deutlich, dass sie keinen kapitalismuskritischen Protest in der Bankenstadt Frankfurt dulden werden und stattdessen auf demokratiefreie Zonen setzen.

Bei Spiegel Online gibt es gleich zwei Artikel zum Thema. Einmal eine Beschreibung der Proteste der vergangenen Tage und dazu noch ein Interview mit dem Wobblie und Occupy-Begründer David Graeber, der darlegt, inwiefern die Occupy-Bewegung bei einer Alternative zum Kapitalismus eine Rolle spielen kann und soll.

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