Reallohnverluste in Deutschland, Repression gegen Gewerkschaften in Spanien

Bild via Kombinat Fortschritt

Etwas über 3% mehr Lohn – das ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen, dass Ver.di „rausgeschlagen“ hat. Gefordert waren ursprünglich 6,5% mehr Lohn und 200 Euro für die unteren Lohngruppen. Die Dienstleistungsgewerkschaft, eine der größten Einzelgewerkschaften der Welt, hat es geschafft, dass die Angestellten im öffentlichen Dienst zwischen 2000 und 2010 die größten Reallohnverluste (zusammen mit den Metall-ArbeiterInnen) aller Beschäftigten der Industrieländer hinnehmen mussten. Mehr dazu von den IWW-GenossInnen aus Bremen.

Meanwhile in Spain

Während in Deutschland Ver.di und andere Gewerkschaften also aktiv an der Abesenkung des Lohnniveaus mitarbeiten, riefen Basisgewerkschaften und linke Gruppen am 29. März in Spanien zum Generalstreik auf. Einige BeobachterInnen sprachen davon, dass noch nie seit Ende der Franco-Diktatur Mitte der 70er Jahre soviele ArbeiterInnen mobilisiert werden konnten. Die Demonstrationen und Kundgebungen wurden zum Teil massiv von der Polizei angegriffen, allein in Katolonien wurden mehr als 100 Menschen verletzt und 79 verhaftet. Zwei der größten Gewerkschaften, die anarchosyndikalistischen CNT und CGT, sollen nun nach dem Willen des spanischen Innenministers Diaz juristische Konsequenzen zu spüren bekommen. Diaz – mutmaßliches Mitglied der katholischen Sekte ‚Opus Dei‘ – macht sie für Ausschreitungen während des Streiks verantwortlich. Das und mehr schreibt die FAU.

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