Der 1. Mai und Lucy Parson

Es ist wieder soweit, der 1. Mai steht vor der Tür. Grund genug sich auf die 126 Jahre alte Tradition dieses Tages zu besinnen.

Entstanden ist diese Tradition am 1. Mai 1886 mit einem mehrtägigen Streik in Nordamerika. Verschiedenen Gewerkschaften forderten den Acht-Stunden-Tag. Besonders viele Menschen gingen in Chicago auf die Straße, was die staatlichen Institutionen dazu bewog, der Polizei und Nationalgarde ein hartes Vorgehen zu befehlen. Am 3. Mai griff die Polizei einen Streikposten an infolge dessen sechs Arbeiter starben. Am Abend versammelten sich Tausende von Streikenden zu einem friedlich Protestmarsch zum Haymarket. Am nächsten Tag strömten erneut Tausende zu einer Kundgebung auf dem Haymarket. Im Verlauf des Tages explodierte dort eine Bombe, die einen Polizisten und 11 Arbeiter tötete. Von staatlicher Seite schob man dieses Attentat Anarchisten in die Schuhe und verurteilte sieben Mitorganisatoren des Streiks im Anschluss zum Tode. Einer der zum Tode Verurteilten war Albert Parson, dessen Frau noch Jahre später immer wieder an das Schicksal ihres Mannes und einen der größten Justizskandale in den USA erinnerte. Ein Beitrag zu Lucy Parsons Wirken und Leben findet sich hier.

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